Mexikanisches Sommerfest zum Schuljahresabschluss
15. Juli 2008
SMV des Gymnasiums bringt mexikanische Rhythmen und Tänze auf die Bühne
Das diesjährige Sommerschulfest der SMV (Schülermitverantwortung) des Gymnasiums Gerlingen stand unter dem Ländermotto “Mexiko”.
Bild rechts: Schulleiterin Brigitte Renner Dux bei ihrer Eröffnungsrede in länderspezifischem Outfit.
Das kulinarische, musikalische und kulturelle Angebot war dementsprechend ausgerichtet, ebenso die aufwändige Dekoration im Untergeschoss des Gebäudes sowie unter dem überdachten Bereich des Fahrradhofes.
Bild rechts: Schüler/innen der Jahrgangsstufe 6 hatten im Kunstunterricht an der Dekoration für das Fest gearbeitet, die orangefarbenen Tücher wurden von Kunstlehrerin M. Neumann in
Handarbeit aus mehreren Dutzend laufenden Metern Stoff genäht. Nur “The Gates” in New York (Christo, 2005) lassen sich mit diesem Projekt vergleichen...
Zum Gelingen dieses Festes beigetragen haben die SMV unter Leitung der drei Schulsprecher/innen und der Verbindungslehrer (K. Huzel und T. Vilz-.Beck), viele Schulklassen des Gymnasiums, die Eltern und viele Lehrer/innen, der Förderverein PRO, die Jonglier-AG bzw. das Zirkusprojekt “Los Ballos” unter Leitung von Michael Volz und Alex Bopp, die Jazzband “Swinging Gym” unter Leitung von R. Brauchle, die Tanzgruppe “Las Adelitas Tapatias”, die Schulband “Hausmeisterbox”, die Jungs von der Technik und die vielen freiwilligen Helfer/innen an den Bierzapfhähnen, am Grillstand, an den Verkaufstischen und den Abendkassen und nicht zuletzt die Schüler/innen der Jahrgangsstufe 6 und Kunstlehrerin M. Neumann, die für die atmosphärische Ausschmückung der Räumlichkeiten gesorgt hatten.
Die Kassen öffneten um 17 h und rasch füllten sich Flure , Räume und Höfe im Untergeschoss und Pausenbereich des Gebäudes. Die Schülersprecher/innen und Schulleiterin Brigitte Renner
Dux begrüßten die Gäste und gaben einen kleinen Ausblick auf das Rahmenprogramm des Sommerfestes.
Liebe zum Detail: die Tischdekoration wartete mit Länderflaggen und “Kakteen” auf. Dazu hatte die SMV etliche Gurkenhälften mit Zahnstochern gespickt...
Auch für das leibliche Wohl der Besucher/innen war gesorgt: im Innenhof wurde wie jedes Jahr der Grillstand betrieben, wo gegrillte Würstchen und Steaks bereitet wurden. Dazu gab es Brot oder Salate.
Auch die mexikanische Küche kam mit Chili con Carne und Empanadillas (Blätterteigtaschen mit Hackfleischfüllung und verschiedenen Gewürzen) nicht zu kurz (siehe Bild unten). Und schließlich war auch für die Leckermäuler gesorgt: im ehemaligen “Café Käfer” wurden selbt gebackene Kuchen und eine Vielzahl von Desserts gereicht.
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Den Getränkeausschank hatten wie immer die Eltern übernommen; zudem verkauften Unter- und Mittelstufenklassen alkoholfreie Fruchtcocktails oder backten Waffeln.
Bühne und Gestühl waren in Anbetracht der etwas unsicheren Wetterlage weitestgehend im Trockenen unter dem überdachten Bereich des Fahrradhofes aufgestellt und so konnten die Gäste auch nach einem
nächtlichen Regenschauer den Fortgang des Festes noch genießen.
Bild rechts: einige Besucher/innen des mexikanischen Festes hatten sich an die Bitten der SMV gehalten und waren mit passender Kleidung erschienen (Veröffentlichung des Bildes mit freundlicher Genehmigung der Abgebildeten).
Für die Unterhaltung der Festbesucher sorgten die Jonglier-AG bzw. das Zirkusprojekt “Los Ballos”, die professionelle mexikanische Folkloretanzgruppe “Las Adelitas Tapatias” und zwei Bands der Schule: die Jazzcombo (verstärkt durch die Blechbläsergruppe) “Swinging Gym” und die Schulband “Hausmeisterbox”.
Die Teilnehmer/innen am Zirkusprojekt “Los Ballos” durften an diesem Abend aus den Händen von Hartmuth Hahn vom Ministerium für Kultus und Sport aus Stuttgart einen größeren Scheck entgegen nehmen.
Das Zirkusprojekt der Schule, das seinen Ursprung in der Jonglier-AG unter Leitung von Michael Volz hat, wurde im Rahmen der “Stiftung Kulturelle Jugendarbeit” vom Ministerium bzw. eben dieser Stiftung finanziell unterstützt. Auch die Unterstützung der Proben durch den Profi-Jongleur Alexander Bopp ist in diesem Zusammenhang zu sehen.
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Bild oben: Hartmuth Hahn (Kultusministerium Stuttgart) im Gespräch mit dem Leiter des Zirkusprojektes, Michael Volz (links) und Schulleiterin Brigitte Renner Dux (rechts).
Die “Stiftung Kulturelle Jugendarbeit” (Zitat aus einer Pressemitteilung) fördert Jugendliche, die in Kooperation mit Jugendmusikschulen, Jugendkunstschulen, Jugendhäusern oder anderen Jugendorganisationen kreativ tätig werden ... Alle öffentlichen und privaten Schulen haben die Möglichkeit, sich für die vielseitigen Projektangebote der Stiftung zu bewerben, wenn sie einen der oben genannten Kooperationspartner für ihre Idee gewinnen können. (Zitat Ende)
Im vorliegenden Fall ist der Kooperationspartner die KSJ, die Katholische Studierende Jugend in Gerlingen.
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Bild oben: Auftritt der Schüler/innen des Zirkusprojektes “Los Ballos”, eine Kooperation der Schule (Jonglier-AG) mit der KSJ (Katholische Studierende Jugend) im Rahmen der “Stiftung Kulturelle Jugendarbeit”.
Die Teilnehmer/innen von “Los Ballos” führten zunächst im Pausenhof der Schule ihre neuesten Jonglier-Kunststücke vor und begeisterten die Zuschauer/innen auch mit akrobatischen Einlagen.
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Bild oben: bei der öffentlichen Schecküberreichung: Mitglieder der KSJ, Hartmuth Hahn vom Kultusministerium (ganz links), Schulleiterin Brigitte Renner Dux (links, lachend), sowie Alex Bopp
(zweiter von rechts) und Michael Volz (rechts).
Hartmuth Hahn vom Kultusministerium in Stuttgart würdigte dann in einer kleinen Ansprache die Leistungen der Schüler/innen und hob dabei vor allem den Kooperationsaspekt des Projektes hervor. Die Teilnehmer/innen des Projektes (Schule und KSJ) müssten sich “umarmen”, um die Idee zum Erfolg zu führen; und das sei “Los Ballos”, wie er sich eben habe überzeugen lassen können, sehr gut geglückt.
Die Scheckübergabe war ein eher symbolischer Akt, denn die Gelder sind bereits geflossen und haben die Ausstattung der Jongleur-Truppe in den letzten beiden Jahren 2007 und 2008 dramatisch verbessert.
Bild rechts: die Teilnahmeurkunde.
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Bilder oben und unten: die Jongleure/innen von “Los Ballos” bei ihren atemberaubenden Kunststücken. Auch vor dem “Spiel mit dem Feuer” schrecken sie mittlerweile nicht mehr zurück!

Der Förderverein PRO verleiht jedes Jahr an Schüler/innen, die sich besonders für ihre Mitschüler/innen oder die Schulgemeinschaft eingesetzt
haben, einen Preis für besonderes soziales Engagement. Dieser wird normalerweise beim Sommerkonzert überreicht. Da dieses Schuljahr das Sommerkonzert durch die Opernaufführung “Carmen” ersetzt wurde,
bot sich das Sommerschulfest der SMV als Forum für die Preisvergabe an.
Bild rechts: die mit dem PRO-Preis verbundene Urkunde. Der Preis ist mit 50,- € und einem Buchgutschein dotiert.
Dieses Jahr ging der PRO-Preis an die drei “Techniker“ für öffentliche Veranstaltungen der Schule. Die drei Schüler, die gerade ihr Abitur absolviert haben und nun leider die Schule verlassen, hatten in den vergangenen Jahren stets für das reibungslose Funktionieren von Parties, Festen, Vorträgen, Theateraufführungen etc. gesorgt, indem sie die Ton- und Lichttechnik installiert, gewartet und bei den Veranstaltungen auch bedient haben.
Ein herzliches “Dankeschön” der Schule an die drei unermüdlichen Techniker, die zwar nie so im Rampenlicht standen, wie die Akteure der verschiedenen Veranstaltungen, ohne die diese aber nicht möglich gewesen wären!
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war der Auftritt der mexikanischen Folkloretanzgruppe “Las Adelitas Tapatias”. Aufgrund persönlicher Verbindungen konnte die Gruppe für drei Tanzauftritte am diesjährigen Schulfest gewonnen werden. Auf eine Gage haben die Tänzerinnen verzichtet.
Auf der Homepage der Tanzgruppe kann man lesen: (Zitat):
El grupo de baile folclórico las adelitas tapatías está formado por mujeres jóvenes mexicanas cuyo objetivo es, el dar a conocer la cultura mexicana en Alemania.
(Zitat Ende)
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Bilder oben und unten: die mexikanische Folkloretanzgruppe “Las Adelitas Tapatias” bei ihrem Auftritt in landestypischen Trachten.

Die Gruppe tritt bei Festen und Kulturveranstaltungen auf, welche sich auch um den kulturellen Austausch mit Lateinamerika bemühen, zum Beispiel beim 50. Ball der Nationen in der Stuttgarter Liederhalle, dem Mexikanischen Fest im Münchner Rosengarten, dem Integrationsfest in Konstanz, der Fiesta Latina in Karlsruhe oder dem Internationalen Harmonie-Festival in Limburg.
Die musikalische Gestaltung des weiteren Abends übernahmen dann die Jazz-Combo von R. Brauchle und die Schulband “Hausmeisterbox”, an der auch Hausmeister T. Luttenberger beteiligt ist und den Namen der Gruppe erklärt...
Erst nach Mitternacht kehrte nach diesem erfolgreichen und gelungenen Fest wieder Ruhe im Schulzentrum ein...
Muffins für alle!
15. Juli 2008
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Bild oben: für die Begrüßung der neuen Fünftklässler ist der Tisch gedeckt...
Der weiche Übergang von der Grundschule zum Gymnasium.
Am Gymnasium Gerlingen wird den neuen Fünftklässlern der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium so einfach wie möglich gemacht: zunächst werden die Eltern über das Schulprofil
und die Anforderungen der Schule informiert. Dann findet im Frühjahr stets ein Tag der Offenen Tür statt, bei dem Eltern und zukünftige Schüler/innen ihre potenziell neue Schule kennen lernen dürfen.
Schließlich können die Grundschüler schon mal versuchsweise an einem Vormittag den Unterricht am Gymnasium besuchen und die Lehrer/innen der abgebenden (Grundschule) und der aufnehmenden
(Gymnasium) Schule treffen sich zu Besprechungen, um den Übergang für die Schüler/innen möglichst reibungsfrei zu gestalten.
Bild oben: Schulleiterin Brigitte Renner Dux (rechts) und Abteilungsleiter Peter Johann begrüßen die neuen Fünfer. Peter Johann hat sich als für die Schulentwicklung und Qualitätssicherung der Schule zuständiger Abteilungsleiter in den letzten Jahren ganz besonders um einen organisch ablaufenden Wechsel der Schüler/innen auf das Gymnasium bemüht.
Bei der heutigen Begrüßung der neuen Fünftklässler lernten diese nun auch ihre zukünftigen Klassenlehrer/innen kennen.
Die Schulleitung hatte Eltern und Schüler/innen in den Aufenthaltsbereich beim Haupteingang geladen. Hier musizierten zum Auftakt zunächst die aktuellen Fünftklässler für ihre neuen Mitschülerinnen unter Leitung von Musiklehrerin Tatjana Vilz-Beck. Die Schulleiterin Brigitte Renner Dux stellte dann den Schülern und ihren Eltern die (für diese) wichtigsten Personen an der Schule vor: den Stellvertretenden Schulleiter, Wolfgang Keiper, die Schulsekretärin und die Hausmeister, die Elternbeiratsvorsitzende und die Vorsitzende des Fördervereins, die Abteilungsleiter der Schule und last but not least die zukünftigen Klassenlehrer/innen.
Vorgestellt wurden den neuen Gymnasiasten auch die betreuenden Schüler/innen aus der jetzigen Jahrgangsstufe 10, die das Patenprojekt der SV für die neuen Fünftklässler umsetzen.
Nach der Zuteilung der Schüler/innen zu den drei Eingangsklassen wurden diese von ihren Klassenlehrern/innen in die zukünftigen Klassenzimmer und zu einem ersten Orientierungsgang durch das Schulhaus geleitet.
Anschließend trafen sich Eltern, Schüler/innen, Schulleitung und Klassenlehrer/innen noch in der Aula zum Nachmittagskaffee. Hier gab es Getränke, Kaffee, selbst gebackene Kuchen und Muffins für alle... (Die Kuchen werden traditionell von den Eltern (Müttern) der Schüler/innen der aktuellen Fünferklassen gebacken.)
Da fällt der Neubeginn wahrlich nicht schwer!
Ergebnisse der Evaluation des Doppelstundenmodells
Juli 2008
Nach einem Beschluss der Gesamtlehrerkonferenz sollte die Umsetzung der “neuen Rhythmisierung” des Unterrichts, nämlich die Einführung des so genannten Doppelstundenmodells, Gegenstand der schulinternen Selbstevaluation im laufenden Schuljahr sein.
Das Unterrichten in (fast nur) Doppelstunden wurde zum Schuljahr 2007/08 zunächst als Unterrichtsversuch für ein Jahr eingeführt. Die Schulentwicklungsgruppe, die Erweiterte Schulleitung und das gesamte Lehrerkollegium hatten sich in vielen Beratungen und Konferenzen, einem pädagogischen Tag sowie in mehreren Fortbildungsveranstaltungen (vor allem zu methodischen und didaktischen Fragen sowie zur Integration von Bewegungsübungen nach dem Motto “Bewegte Schule”), durch die Bereitstellung von Materialien für Vertretungsstunden und durch die Optimierungen der organisatorischen Abläufe auf das neue Zeitraster des Unterrichtsablaufes vorbereitet.
Im Frühjahr 2008 hatte die Schulentwicklungsgruppe auf Grund der Erfahrungen anderer Schulen, auf Grund der eigenen Erkenntnisse und auf Basis der Erwartungen und Befürchtungen an das Doppelstundenmodell unterschiedliche Fragebogen für die Befragung von Schülern/innen, Lehrer/innen und Eltern entwickelt. In der Woche vom 5. bis 9. Mai 2008 wurden die Befragungen durchgeführt.
Die Schulentwicklungsgruppe hatte dazu aus den über 600 Schülern/innen des Gymnasiums Gerlingen eine repräsentative und zufällige Stichprobe gezogen. 112 Schüler/innen wurden schließlich befragt. Gleichzeitig erhielten die Befragten auch Fragebogen für ihre Eltern. Parallel dazu wurde auch bei den Lehrern/innen die neue “Rhythmisierung des Unterrichts” evaluiert.
Die Rücklaufquote bei den Schülern/innen betrug 100 %, da diese direkt zur Befragung aus den Unterrichtsstunden geholt wurden. Die Quote bei den Eltern lag bei knapp 80 % und bei den Lehrern/innen bei 93 %.
Nachdem die Ergebnisse mittlerweile von der Schulentwicklungsgruppe, der Schulleitung und der Gesamtlehrerkonferenz ausgewertet, interpretiert und beraten wurden, veröffentlichen wir nachstehend die Ergebnisse.
Evaluation des Doppelstundenmodells:
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Hinweise:
Hinweis:
die Schulkonferenz wurde heute (15. Juli 2008) satzungsgemäß zum Beschluss der GLK zur Doppelstundenregelung gehört. Die Gesamtlehrerkonferenz hat letzte Woche mit einer mehr als 2/3 -Mehrheit die Fortsetzung der “Rhythmisierung” des Unterrichtes durch die Doppelstundenregelung beschlossen.
Demnach wird der vorläufige Schulversuch zur Dauereinrichtung.
Opernaufführung “Carmen”
5. und 6. Juli 2008
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Bild oben: Bei der Aufführung am Sonntagabend in der Stadthalle Gerlingen (Foto: W. Keiper).
Opernaufführung “Carmen” von Georges Bizet
in der Stadthalle Gerlingen
unter der musikalischen Leitung von Tilman Heiland; Regie: Peter Pacher.
Es treten auf:
Ein Bericht über die Aufführung erscheint hier demnächst.
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Bild oben: Schüler/innen der Unterstufe haben im Kunstunterricht die Mappen für die Sänger/innen bei der Aufführung der Oper “Carmen” gestaltet.
Vorbereitung auf das Sommerschulfest der SMV
4. Juli 2008
Ein buntes Fest unter dem Motto “Mexiko”

Bild oben: das offizielle Einladungsschreiben der SMV (links) und einige der Totems, die im Kunstsaal gerade hergestellt werden.
Auch dieses Schuljahr veranstaltet die SMV- unterstützt vom Elternbeirat und vom Förderverein PRO - wieder ein großes
Sommerschulfest im Pausenbereich des Schulgebäudes.
Nachdem 2006 das “Fest der Nationen” gefeiert und in 2007 die “Karibik” als Motto- und Kulissengeber diente, steht dieses Jahr das mittelamerikanische Land Mexiko mit seinen bunten Festen und der aztekischen Vergangenheit Pate für diese sommerliche Veranstaltung.
Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren; besonders im Kunstbereich arbeitet Kunstlehrerin M. Neumann und Schüler/innen der Unterstufenklassen an der Dekoration für das Sommerfest.
Die hochentwickelte Kultur der Azteken kannte eine Vielzahl von Gottheiten, die verehrt und denen Opfer dargebracht wurden. Bekannt sind vor allem die grausamen Menschenopfer, die dem Sonnengott gewidmet waren.
Mexiko kennt auch eine beeindruckende Zahl von Festen, die zum Teil auf aztekische, zum anderen auf spanische Einflüsse zurückgehen. So gibt es Hahnen- und Stierkämpfe, Ball- und Reiterspiele und im November den Dia de los Muertos, den “Tag der Toten”.
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Auch das SMV-Sommerschulfest soll - wie
die mexikanischen Feste - ein großes und buntes Fest werden. Das Angebot an Speisen und Getränken wird sich an den Traditionen Mexikos orientieren...
Eingeladen sind alle Schüler/innen und Schüler, alle Eltern, Freunde und Ehemalige, die Lehrer/innen und wer immer sich dem Gymnasium Gerlingen verbunden fühlt.
Das Fest beginnt am
Samstag, 19. Juli 2008
gegen 17 h
und endet gegen 24 h.
Bild rechts: Schüler/innen der Jahrgangsstufe 6 arbeiten zur Zeit an der Dekoration zum Schulfest.

Bild oben: auch die Flure im Untergeschoss des Gebäudes wurden vom Fachbereich Kunst stimmungsvoll gestaltet.
Jugendlicher Jazz und jiddische Jugend
2. Juli 2008
Ehemaliger Häftling des KZ Leonberg besucht Religionskurs am Gymnasium Gerlingen
Text und Bilder: Michael Volz
Eine ganz besondere Erfahrung konnten die Elftklässlerinnen und Elftklässler unseres Gymnasiums
am heutigen Dienstag, den 1.VII.2008 machen. Zusammen mit seinem musikalischen jüngsten Enkelsohn Hod Moshanov (19) kam der ehemalige
Häftling des Konzentrationslagers Leonberg Mordechai Nojowits (84) aus Givataim/Israel zu Besuch!
Links: Mordechai Nojowits im Musiksaal des Gymnasiums.
Geboren 1925 in Nordsiebenbürgen im heutigen Rumänien, hat er sechs Konzentrationslager sowie den Todesmarsch nach Bayern überlebt, bevor er von den Amerikanern befreit wurde und nach Israel einwandern konnte.
Humorvoll und sehr eindrücklich schilderte er auf Jiddisch seine Erfahrungen und ging auch gerne und ausführlich auf die vielen interessierten und teils sehr direkten Fragen der Jugendlichen ein.
Dabei hielt er sich trotz der immensen Hitze im etwas überfüllten Musiksaal an seine drei eingangs formulierten Prinzipien, nämlich zu stehen, um gesehen zu werden, laut zu reden, um gehört zu werden und sich kurz zu fassen, um geliebt zu werden.
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Bild oben: Dr. h.c. Eberhard Röhm, Vorsitzender der KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg, stellt den Zeitzeugen den Schülern/innen vor.
Gerade Letzteres ist indes nicht einfach, wie wir von uns selbst wissen, und mehrfach betonte er zu Beginn einer Antwort, dass er über die Erlebnisse in Auschwitz oder Leonberg auch 24 oder 48 Stunden ohne Pause reden könnte… Hier folgen nun einige Splitter seiner Antworten, die die Zuhörerinnen und Zuhörer fesselten: Bevor er als Jugendlicher in die „KZten“ kam, wog er 65 kg; im Jahr 1945 nur noch 39 kg. Zum Glück sei der Mensch zwar schwächer als eine Fliege, aber auch stärker als Eisen und so habe er diese unmenschliche Zeit auch überstanden – ohne darüber nachdenken zu können, denn in den Konzentrationslagern seien die Menschen einfach „verdumpft“, gefühllos geworden.
In Leonberg verlor er übrigens seine Zähne, da er Teer aus der Straße gerissen hatte, um ihn zu lutschen und dadurch den Speichelfluss anzuregen. Seine Nummer aus Auschwitz ist auch heute noch auf dem linken Unterarm zu erkennen: A 10408. Von den Nazis und besonders von den SS-Männern, die er als „wilde Tiere in Gestalt von Menschen“ bezeichnete, wurde er damals nicht mehr bei seinem Namen gerufen, sondern nur mit der Nummer angesprochen – auch in Leonberg.
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Anlässlich der Ausstellungseröffnung im Reststück des alten Leonberger Autobahntunnels, in dem die Firma Messerschmidt die Tragflächen für das damals schnellste Kriegsflugszeug, die Me 262 herstellen ließ, war Herr Nojowits erneut nach Deutschland gekommen. Der erste Besuch 15 Jahre nach dem Kriegsende in Köln sei ihm sehr schwer gefallen, berichtete er offen. Die deutschen Freunde, Gewerkschafter wie er selbst , die teils auch im Widerstand gegen Hitler gewesen waren, hätten sich von ihm viele Vorwürfe und wütende Angriffe anhören müssen.
Für den ehemaligen KZ-Häftling heilte jedoch die Zeit seine Wunden, wie er selbst sagte und wie man ihm auch gut abnehmen konnte! Vielleicht hat seine Lebensphilosophie ihn selbst gestützt: er wollte weiterhin mit seinem Leben der Menschheit nützen, in der Politik etwas gestalten, Verantwortung übernehmen. Auch beim Blick auf seine Kindern und Enkelkinder freut er sich, wenn sie nach dieser Devise leben und etwas bewegen, ob als Rechtsanwälte in New York oder als Musiker in Israel.
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Wohltuend und erfrischend waren die vier Improvisationen am Flügel, die der mit dem Großvater Hebräisch sprechende Enkel Hod uns darbot (siehe Bild oben). Einerseits halfen sie beim Nachdenken über das soeben Gehörte, das in einfachen Worten teils so unglaublich fremd erschien und andererseits beruhigten sie auch die aufgewühlten Gefühle wie in einer Meditation, so dass die Konzentration der Jugendlichen trotz der äußeren Umstände, der Hitze und der Enge, über 80 spannende Minuten ungebrochen anhielt.
Es ist zu wünschen, dass die Botschaft von Mordechai Nojowits bei den deutschen Jugendlichen auf fruchtbaren Boden gefallen ist: „Ihr sollt genau wissen, was passiert ist. Diese Ideologie [der Nationalsozialisten] ist schlimm und Euer Opapa war dabei! Denn die Deutschen sind schon immer sehr diszipliniert… Es wird auch immer weiter Nazis in den Parlamenten geben, aber “Ihr sollt sie nicht wählen! Ihr sollt nicht kein Teufel mehr wählen, wenn Ihr 18 seid!“

Bild oben: Dr. Eberhard Röhm, Mordechai Nojowits und sein Enkel im Musiksaal des Gymnasiums.
Über Mordechai Nojowits berichtet die Leonberger Kreiszeitung auf der Homepage der KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg (unter “Presse”) wie folgt:
Zitat:
Mordechai Nojovits wurde 1925 in Borsa (Nordsiebenbürgen/Rumänien) geboren. Im Frühjahr 1944
wurde die Familie mit den andern Juden in ein neu eingerichtetes Ghetto gezwungen. Ende Mai
erfolgte der Transport nach Auschwitz. Auf der Rampe in Birkenau wurde die Familie getrennt. Die
Brüder Joseph Benjamin und Moshe wie die Schwester Lea und seine Mutter Miriam wurden sofort
vergast. Die Schwester Elsi und Mordechai kamen zu Arbeitskommandos und überlebten wie auch
der Bruder Itzhak. Bei Auflösung des KZ Auschwitz wurde Mordechai Nojovits am 18. Januar 1945
zusammen mit etwa 50 000 Häftlingen auf einen 200 Kilometer langen Fußmarsch getrieben. Über
die KZ Groß-Rosen, Sachsenhausen und Flossenbürg kam Nojovits im März 1945 nach Leonberg. Er
überlebte die Evakuierung von Leonberg nach Mühldorf und anschließend eine Irrfahrt im Güterzug
durch Bayern. Die endete am 30. April 1945 am Starnberger See, wo die Häftlinge von den
Amerikanern befreit wurden. Er schloss sich der religiös-zionistischen Jugendorganisation Bnei Akiva an und konnte Ende 1947 nach Palästina (Israel) einwandern.
Zitat Ende
Inbetriebnahme des neuen Teleskops
29. Juni 2008
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Bild oben: Inbetriebnahme des neuen Teleskops auf dem Schulgelände; die Motornachführung und die Computersteuerung bekommen ihren Strom von der 12V-Autobatterie über die Bordsteckdose (Zigarettenanzünder) eines PKW.
Neues Fach NWT auch mit astronomischen Inhalten
Im neuen Unterrichtsfach / Kernfach “Naturwissenschaft und Technik” (NWT)
sind auch astronomische Themen Gegenstand der unterrichtlichen Betrachtung. So sollen Schüler/innen: (Zitat)
(Zitat aus den Bildungsstandards NWT Baden-Württemberg).
Bild rechts: Celestron Advanced C8-NGT Newton-Reflektor auf Montierung mit Computersteuerung (am Stativfuß).
Das Gymnasium Gerlingen hat für gezielte astronomische Beobachtungen ein neues Teleskop angeschafft, das mit einer computergesteuerten motorischen Nachführung ausgestattet ist. Es handelt sich um ein Spiegelteleskop (Newton Reflektor mit 200 mm Objektivdurchmesser und 1000 mm Brennweite) von Celestron ( Celestron Advanced C8-NGT) mit Stativ und parallaktischer Deutscher Montierung.
Am heutigen Abend wurde das Teleskop zum ersten Mal in Betrieb genommen. Für die notwendigen Montagearbeiten, den Anschluss an eine externe Stromversorgung und den Test der Computersteuerung wurde ein schulnaher Platz gewählt, der zwar schlechte Beobachtungsmöglichkeiten wegen des vielen Fremdlichts bot, dafür aber für die Aufbauarbeiten sehr praktisch war.
Wenn Stativ und Montierung richtig ausgerichtet sind und zwei Bezugssterne angefahren und in die Computersteuerung eingegeben sind, können weitere Beobachtungsobjekte aus dem abgespeicherten Katalog automatisch aufgesucht werden. Auch die Nachführung wegen der Erddrehung geschieht dann automatisch.
Bild unten: alles bereit zum Blick in die unendlichen Weites des Alls...
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Das segelnde Klassenzimmer
23. -27.. Juni 2008, Montag - Freitag
Bericht von O. Mayer / Fotos von O. Mayer
Schullandheim der Klasse 7b auf dem Ijsselmeer
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Ende Juni machten sich 21 mehr oder weniger hochseeerprobte Land- bzw. Wasserratten auf die Spuren von James Cook & Co. Unser Weg führte uns mit dem ICE über das Ruhrgebiet und Amsterdam nach Enkhuizen, den Ausgangshafen unseres Törns. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung konnte das Schiff „geentert“ und die Kajüten bezogen werden.
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Am nächsten Tag sollten wir von unseren zwei Skippern bei Windstärke 6-7 gleich einmal richtig in das Einmaleins des Segelns eingeführt werden. Unser Weg führte uns nach Workum, wo manch Hartgesottene(r ) sogar den Sprung ins 18 Grad kalte Nass wagte. Von dort aus ging es am nächsten Tag durch die Schleuse in Den Oever ins friesische Wattenmeer, wo wir mit unserem Plattbodenboot, einem Zweimastklipper von 1889 auf eine Sandbank aufliefen
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Nach einer Wattwanderung nächtigten wir in Den Oever, von wo aus es am nächsten Tag zurück ins Ijsselmeer ging. Die Übernachtung auf einer „einsamen“ Insel im Binnengewässer Fluessen sollte einer der Höhepunkte der Reise werden, nicht nur allein aus dem Grund, dass Deutschland an just jenem Abend ins Finale der Fußball-Europameisterschaft einzog, was mit Gitarrenmusik und einem großen Lagerfeuer aus am morgen erbeuteten Rattanstühlen gefeiert wurde. Zurück im Ijsselmeer setzten wir, nach einem kurzen Versorgungsstop im schönen Stavoren, Kurs auf unseren letzten Nächtigungshafen, Medemblik. Von dort aus war es am nächsten morgen nur noch ein kurzer Schlag zurück zu unserem Ausgangshafen in Enkhuizen
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Nach einer gründlichen Reinigung unseres schwimmenden Zuhauses brachen wir die Heimreise nach Stuttgart an, wo spät am Abend alle gesund und wohlbehalten, aber sichtlich erschöpft von den Ereignissen der Woche von ihren Lieben empfangen wurden.
Wir alle hatten ein sagenhaftes Schullandheim erlebt, bei dem wir von Sonne und Wind geradezu verwöhnt wurden. Der Speiseplan an Bord, für den die Schüler selbst einkaufen und ihn auch selbst zubereiten mussten, reichte von typisch holländischen Gerichten wie Maultaschensuppe über sehr ausgefallene Spezialitäten wie Spaghetti Bolognese bis hin zu Kuriositäten wie vegetarischen Schinkennudeln. Die sehr beliebte Obstschale und natürlich das stets präsente Nutellabrot verkürzten die Zeit zwischen den Mahlzeiten.
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Restlos alle Teilnehmer absolvierten die Matrosenprüfung mit Bravour und können nun nicht nur ein Kluiversegel hissen oder einen Palstek knüpfen, sondern kennen sich auch mit nautischen Fachtermini wie Backbord, Raumwind oder Nipptide bestens aus.
Alles in Allem ein rundum gelungenes Ereignis abseits des Schulalltags, das zum Nachahmen auffordert. Vielleicht heißt es dann ja bald wieder…
Schiff Ahoi!
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Zwei Figuren - eine künstlerische Herausforderung...
27. Juni 2008, Freitag
Ausstellung von Schülerarbeiten im Schulgebäude
Das Werk des vor allem als Schöpfer der Fotoserie “Menschen des 20 Jahrhunderts” bekannt gewordenen Fotografen August Sander (1876 - 1964) ist seit einigen Jahren Pflichtgegenstand des Kunstunterrichts in der Reformierten Oberstufe. Bei der genannten Serie handelt es sich um meisterhafte Portraitfotos von Menschen, die bestimmte Berufe oder soziale Rollen repräsentieren.
Bild rechts: eine der Schülerarbeiten.
Zu der Fotoserie Sanders ein Zitat von www .medienkunstnetz.de; Zitat:
Mit seinem in der zweiten Hälfte der 1920er konzipierten Porträtprojekt wollte August Sander ein physiognomisches Abbild der gesellschaftlichen Struktur seiner Zeit schaffen.
Grundlage waren Porträts von Personen unterschiedlicher Berufsgruppen, ländlicher und städtischer Bevölkerung.
Die Porträts ordnete Sander insgesamt
sieben verschiedenen Gruppen zu (»Der Bauer«, »Der Handwerker«, »Die Frau«, »Die Stände«, »Die Künstler«, »Die
Großstadt«, »Die letzten Menschen«), die wiederum in verschiedene Mappen unterteilt wurden.
Mit dieser Unterteilung schuf Sander ein Vergleichsystem, das die Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe im Habitus der Porträtierten sichtbar machen sollte.
Zitat Ende
Als Kunsterzieher/in sieht man sich nach einigen Jahren der Beschäftigung mit dieser Thematik dem Problem gegenüber, in der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem fotographischen Werk Sanders noch neue Aspekte zu entdecken und die Schüler/innen noch mit “unverbrauchten” Aufgabenstellungen zu konfrontieren.
Bild rechts: Bildvorder- und Hintergrund sollten durch “Transparenzen” verzahnt werden.
Kunstlehrerin M. Neumann ist es im vorliegend dokumentierten Fall gelungen,
durch eine ausgefallene Wahl der zu verwendenden Materialien den Teilnehmern/innen ihres Kunstkurses interessante Interpretationen der gestellten
Aufgabe zu entlocken: Thema bzw. darzustellendes Motiv waren “Zwei Figuren”.
Es sollte mit einer Fotografie von August Sander und einer zeitgenössischen Fotografie mit ähnlichem Motiv eine figürliche Komposition entwickelt werden, bei der die eine Figur vollständig, die andere aber nur zum Teil zu sehen ist, so dass (beispielsweise auch durch Überschneidungen) eine eindeutige räumliche Wirkung erzielt wird.
Bild rechts: die Farbigkeit der Malerei sollte auf die Stoff-Farben abgestimmt sein.
Die Fotografien wurden dabei auf Folie kopiert und mit einem Overhead-Projektor auf gemusterten Stoff (Dekostoff) projiziert, der auf Papier aufgespannt war. Für die Figuren waren Pigmentfarben und Pastellkreiden zu verwenden.
An den dargestellten Bildern, deren Originale
man zur Zeit im “Info” des Gerlinger Gymnasiums bewundern kann, lässt sich die Spannbreite der Schülerarbeiten ablesen.
Bildwerke von Schülern/innen kann man außer im “Info” stets auch im Flur im Sekretariatsbereich unserer Schule betrachten. Die Kunsterzieherinnen wechseln die Bilder häufig; ein Besuch in der permanenten Wechselausstellung lohnt sich also immer...
Verabschiedung der diesjährigen Abiturienten/innen
24. Juni 2008, Dienstag
Am heutigen Abend fand in der Gerlinger Jahn-Halle die traditionelle Verabschiedung des aktuellen Abiturjahrganges statt. Über 50 Schüler/innen erhielten ihre Abiturzeugnisse und es wurden Preise für besondere Leistungen vergeben. Die Feier wurde umrahmt von musikalischen Darbietungen.
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Bild oben: ein Ensemble von Abiturientinnen stimmte in die feierliche Verabschiedung ein. Bild unten: weiteren Musikgenuss boten die Beiträge von M. Winter am Flügel.

Schulleiterin Brigitte Renner Dux verglich - aus
aktuellem Anlass- in ihrer Ansprache den Weg von der fünften bis zur dreizehnten Klasse mit dem Fußballspiel,
bei dem es auch öfter Durststrecken zu überwinden gilt, bei dem Trainer ausgetauscht werden oder Spiele in die Verlängerung gehen...
In ihrer wie immer mit vielen Zitaten gespickten Rede sprach sie mit den Worten Erich Fromms auch vom (Lebens)Glück. In unserer modernen marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaft scheine alles käuflich zu sein, auch das Glück. Dagegen bleibe dieses oft unerkannt und wenn es sich dann zeige, sei es das Billigste, was es gibt, denn es koste nichts.
Bild rechts: Schulleiterin Brigitte Renner Dux bei ihrer Ansparche in der Gerlinger Jahn-Halle.
Bürgermeister Georg Brenner griff die Metapher des
Fußballspiels auf und widmete sich der Funktion der Eltern, denen beim Spiel die Rolle des Coach zufalle.
Auch den Beitrag der Lehrer/innen zum schulischen Erfolg der Abiturienten hob er hervor und verdeutlichte
seine Ausführungen anhand persönlicher Erfahrungen.
Im weiteren Verlauf seiner Rede hob Bürgermeister Brenner besonders das soziale und bürgerschaftliche Engegement vieler Abiturienten/innen des aktuellen Jahrgangs hervor: den halben Jugendgemeinderat habe er unter den heute zu Verabschiedenden entdeckt.
Bild rechts: Bürgermeister Georg Brenner.
Die Elternbeiratsvorsitzende Loni Bonifert schilderte die
Beteiligung der Eltern an der schulischen Entwicklung der Abiturienten/innen aus der Sicht einer direkt
Betroffenen. Mit den Worten Goethes gesprochen sollten Eltern ihren Kindern im Leben zwei Dinge
mitgeben: einerseits Wurzeln und andererseits Flügel.
Auch sie thematisiert das starke Engagement vieler Schüler/innen des Abiturjahrganges für die Belange der (schulischen) Allgemeinheit: viele Abiturienten/innen hätten sich in der SMV oder bei Arbeitsgemeinschaften oder im Bereich der technischen Unterstützung für ihre Mitschüler/innen eingesetzt.
Bild rechts: Die Elternbeiratsvorsitzende Loni Bonifert.

Drei Abiturientinnen (siehe Bild oben) sprachen schließlich für ihren Jahrgang und zogen in ihrem kurzen Beitrag ein insgesamt positives Fazit für ihre Schulzeit am Gymnasium Gerlingen, sodass das Motto für den Abschied jetzt heißen müsse: “wenn es am schönsten ist, muss man gehen...”
Alle 56 Abiturienten/innen wurden einzeln aufgerufen und konnten aus der Hand ihrer Schulleiterin die Abiturzeugnisse unter dem Beifall von Mitschülern/innen, Lehrern/innen, Eltern und Freunden entgegennehmen.
15 Schüler/innen haben eine Abiturnotenschnott mit einer “1” vor dem Komma; die Jahrgangsbeste erreichte die Traumnote 1,0. Preise wurden vergeben für besonders gute Leistungen in Deutsch, in Französisch, in Physik und Chemie; ferner wurde ein Preis für die Jahrgangsbeste überreicht, eine Schülerin wurde für ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagen und die langjährigen Mitspielerinnen im Orchester erhielten als kleines Dankeschön eine Musik-CD.
Tag der Wissenschaft an der Universität Stuttgart
21. Juni 2008, Samstag
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Vor allem Schüler/innen, die natur- und ingenieurwissenschaftlich interessiert sind, konnten sich beim heutigen Tag der Wissenschaft auf dem Campus der benachbarten Universität Stuttgart in Vaihingen einen Überblick über die Studienprofile der verschiedenen Fächer und aktuell geleistete Forschungsarbeiten in den verschiedenen Fachbereichen und Instituten verschaffen.
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Bild oben: im Institut für Flugzeugbau der Universität Stuttgart steht diese Riesenmaschine, mit der man Kohlefasern zu Werkstücken flechten kann. Kohlenfasern sind viel leichter und trotzdem zugfester als entsprechende Bauteile aus Stahl. Im Flugzeugbau finden daher kohlefaserverstärkte Kunststoff-Verbundwerkstoffe vielfache Anwendung.
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Bild oben: Ästhetik der Technik: um einen Trägerkern herum wird ein Kohlefaser-Schlauch geflochten. Ein heller Faden macht den Verlauf der Einzelfasern am Endprodukt sichtbar (Bild unten).

Das Programmheft zum heutigen Tag umfasste knapp 100 Seiten und vertreten waren alle Fachbereiche vom Bauingenieurwesen über die Elektrotechnik, die Geodäsie, die Informatik, die Luft- und Raumfahrttechnik bis zur Technikpädagogik. Auch für die jüngeren angehenden Wissenschaftler/innen war einiges geboten; so konnten die Kinder etwa Raketen oder Windräder basteln oder eine Brücke bauen.
Für angehende Stundenten/innen war dies also ein idealer Tag, sich rasch über eine große Bandbreite zukünftiger Studienmöglichkeiten vor Ort zu informieren.
Großprojekt Opernaufführung
1. Juni 2008, Samstag
Stadt Gerlingen feiert 50 Jahre Stadterhebung - Gymnasium
beteiligt sich an der Opernaufführung “Carmen”
Die Stadt Gerlingen wird 50 (Jubiläum der Stadterhebung) und hat sich ein umfangreiches und buntes Festprogramm verordnet.
An der Opernauffführung “Carmen” von Georges Bizet am
Samstag, 5. Juli (19:30 h) und Sonntag, 6. Juli 2008 (18:00 h)
in der Stadthalle Gerlingen
beteiligen sich auch Chöre und Orchester des Gymnasiums.
Die musikalische Leitung hat Tilmann
Heiland, der auch das Städtische Kammerorchester leitet. Regie führt Peter Pacher, der 1. Spielleiter an der
Oper Leipzig ist; die Schule kennt ihn als Intendanten der Kinderoper Papageno, die auch am Gymnasium
Gerlingen vor einiger Zeit aufgeführt wurde.
Bild rechts: der musikalische Leiter der Opernaufführung, Tilmann Heiland in bei Proben in der Gerlinger Stadthalle.
Am heutigen Samstag war eine der großen Proben aller Beteiligten in der Gerlinger Stadthalle. Etwa 200 Sänger und Musiker wirken an der Opernaufführung mit.
Die Solisten kommen von der
Musikhochschule Stuttgart. Außerdem sind beteiligt: die Balettschule Haug, die Chorvereinigung Gerlingen,
Gerlinger Kirchenchöre, die Jugendmusikschule Gerlingen, der Männergesangverein Gerlingen, der
Musikverein Stadtkapelle Gerlingen, das Städtische Kammerorchester Gerlingen, die Realschule Gerlingen
und eben unsere Schule, das Gymnasium Gerlingen mit dem Eltern-Lehrer-Chor, dem Schülerchor und dem Schulorchester.
Bild rechts: Regisseur der “Carmen”-Aufführung ist Peter Pacher, Leipzig.
Das offizielle Plakat / der offizielle Flyer zur Opernaufführung:
(mit freundlicher Genehmigung durch das Hauptamt der Stadt Gerlingen)
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“Carmen”-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren
Eine Einführung von Axel Jüdt
Am vergangenen Wochenende probten über 300 Beteiligte, darunter auch das Schulorchester, der Unterstufenchor und der Eltern-Lehrer-Chor unseres Gymnasiums, für das spektakuläre Ereignis zum 50 -jährigen Jubiläum der Stadt Gerlingen: Die zweimalige Aufführung der Oper „Carmen“ von Georges Bizet am ersten Juli-Wochenende.
Neben der Aufführung der Schultheater-AG wird dieses Projekt ein weiteres herausragendes Vorhaben im Zuge der Feierlichkeiten im Jahr 2008 sein: Eine Oper in Gerlingens Stadthalle! Noch dazu „Carmen“, ein Werk, das hinsichtlich seiner Dramatik, der feurigen Orchestermusik und der wunderschönen Arien – jeder kennt die „Habanera“ und das „Torerolied“ - Maßstäbe gesetzt hat.
Am Wochenende wurde nun die heiße Probenphase mit mehreren Proben unter der Leitung des Esslinger Musiklehrers Tilmann Heiland und des österreichischen Regisseurs Peter Pacher, zur Zeit Erster Spielleiter an der Oper Leipzig, eingeläutet, nachdem die Gesangssolisten, allesamt junge Profisänger bzw. Gesangsstudenten, bereits seit mehreren Wochen ihre Partien tagtäglich in Gerlingen gemeinsam mit der Regie proben. Zwei Tage und einen Abend lang wurden nun die Stellen, an denen auch Schulchöre und das Schulorchester beteiligt sind, ausgiebig geprobt. Eine für viele Beteiligte völlig neuartige Erfahrung, wenn gleichzeitig vor den Augen der singenden Massen Dramatisches auf der Bühne geschieht!
Die Schulensembles proben schon seit mehreren Monaten mit großem Einsatz an der Musik zu dieser Oper, zum Teil sogar parallel zum Theaterstück „Der Prophet“, und sorgen damit für einen wichtigen Anteil der Schule an diesem von allen Musikensembles der Stadt auf die Beine gestellten Projekt.
Die fast 200 Mappen der Chorsängerinnen und -sänger wurden von Schülerinnen und Schülern der Unterstufe im Kunstunterricht passend zum Stück mit Stierkampfmotiven gestaltet. Acht Chöre, drei Orchester und eine Menge weiterer Beteiligter werden am Samstag, den 5. Juli um 19.30 Uhr und am Sonntag, den 6. Juli um 18 Uhr auf der Bühne stehen. Nur noch wenige Restkarten sind verfügbar!
Bild unten: die Blechbläser der Gerlinger Stadtkapelle.
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Musik-Referendare zu Gast am Gymnasium Gerlingen
19. Juni 2008, Donnerstag
Text: Axel Jüdt
Am Donnerstag, den 19. Juni, waren 27 Musikreferendarinnen und -referendare und zwei Fachleiter des Seminars Heidelberg zu Gast an unserem Gymnasium. Sie alle wollten im Rahmen einer zweitägigen musikpädagogischen Rundreise durchs Schwabenland das neue Klasseninstrument des Gymnasiums, das Steckbundmonochord, im Einsatz erleben.
In der ersten von zwei Stunden spielten Schüler des Musikkurses der Jahrgangsstufe 12 noch einmal die Stücke, die sie bereits beim Theaterstück „Der Prophet“ sehr wirkungsvoll dargeboten hatten. Die Besucher waren sehr beeindruckt von der Raffinesse, mit der die Schüler vorgingen, vor allem nachdem sie selbst einmal versucht hatten, spontan mitzuspielen. Fragen wurden von den Schülern gerne und gut beantwortet und das sicher nicht, weil dadurch ihre gleichzeitig stattfindende Mathematikstunde verkürzt wurde. Auf Interesse stieß hierbei vor allem die Tatsache, dass Schüler, die in ihrer Freizeit sicher andere Hörgewohnheiten haben, mit Engagement, Spaß, Geschick und Teamwork zusammen niveauvolle mittelalterliche Musik spielen, die sie im Unterricht erlernen.
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Bild oben: Musiklehrer Axel Jüdt und die Monochord-Virtuosen der Klasse 6c im “Info” des Gymnasiums.
In der zweiten Stunde übte die Klasse 6c passend zum EM-Viertelfinalspiel Deutschland-Portugal einen vierstimmigen Satz zu Haydns „Kaiserquartett“ mit der Melodie unserer Nationalhymne ein (siehe Bild oben). Dabei sahen die Referendare, wie in der Unterstufe ein schwierigeres Stück mit einer ganzen Klasse in relativ kurzer Zeit einstudiert werden kann. Sie erhielten darüber hinaus noch reichlich Informationsmaterial zum theoretischen Überbau und zur didaktischen Konzeption dieses für die Schule genialen Instruments, erfunden von dem inzwischen pensionierten, aber immer noch umtriebigen Rastätter Musiklehrer Karl-Heinz Weiss. Mit einigen praktischen Notenbeispielen in der Hand bedankten sie sich für den zweistündigen Einblick in den Alltag eines Gerlinger Musiklehrers, der (auch) durch dieses facettenreiche Instrument selten langweilig ist.
Unmittelbar nach dem Besuch erhielt das Gymnasium Gerlingen für eine Klasse eine Einladung zur Musikmesse nach Friedrichshafen im November, bei der das Kultusministerium Baden-Württemberg einen so genannten "Tag des Klassenmusizierens" initiiert hat. Hierzu werden exemplarisch einige Klassen aus Schulen ganz Baden-Württembergs eingeladen, die ihr Klasseninstrument einem großen Fachpublikum und interessierten Laien vorstellen dürfen. Das Monochord darf an diesem Tag von Gerlinger Schülerinnen und Schüler präsentiert werden.
Abenteuerliche Kanufahrt auf der Altmühl
9. - 13. Juni 2008, Montag - Freitag
Text: L.F. und M.V., zwei Teilnehmerinnen

Viel Spaß im Schullandheim!
Wir, die Klasse 7c, waren vom 9. bis zum 13. Juni auf der Altmühl beim Kanufahren. Die in Etappen organisierte Kanadierfahrt führte uns von Treuchtlingen über Pappenheim, Hammermühle und Breitenfurt schließlich bis nach Eichstätt.
Die Schullandheimfahrt hat uns aus folgenden Gründen sehr viel Spaß gemacht:
Zum Schluss möchten wir uns bei Frau Beuchle und Herrn Niepelt dafür bedanken, dass sie den „jugendlichen Unsinn“ ohne Zurückzuschrecken mitgemacht haben.
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Bild oben: mit den Kanadiern auf der Altmühl unterwegs.
Wandeltheateraufführung “Der Prophet”
13. Juni 2008, Freitag
Über 120 Sänger/innen, Schauspieler/innen, Jongleure/Jongleurinnen und Tänzerinnen beim aktuellen Theaterstück der Theater-Ag des Gymnasiums aktiv

Bericht von der Aufführung am 13.6.2008 mit einem speziellen Blick auf das Publikum
Das war eine Meisterleistung aller Beteiligten! Die Aufführung des Theaterstücks “Der Prophet” der Theater -AG des Gymnasiums Gerlingen braucht sich vor so mancher “professionellen” Inszenierung nicht zu verstecken. Was die Zahl der beteiligten Akteure, die szenische Gestaltung, die Ideenvielfalt der Inszenierung, den Reichtum an Anspielungen und Wortspielereien und vor allem die Gestaltung der “Kulissen” anbelangt, kann es die Gerlinger Freilicht-Aufführung mit so mancher Festspielinszensierung locker aufnehmen!
Michael Volz als Leiter der Arbeitsgemeinschaft hat es geschafft, bei den beteiligten Schülern und Schülerinnen erstaunliche Begabungen und Talente ans Tageslicht zu fördern, bei allen Akteuren eine Freude und Begeisterung für das Spiel zu wecken und das Publikum durch eine abwechslungsreiche Mischung aus szenischen, musikalischen und akrobatischen Elementen zu fesseln und zu unterhalten. Ein rundherum gelungener Abend, der von den direkt auftretenden Akteuren und dem Technik-Tross Höchstleistungen abforderte.
Alles lief wie am Schnürchen: der Kanonenschuss zum Auftakt kam zur rechten Zeit, die Spielorte waren so gewählt, dass die Akustik auch die letzte Silbe der Schauspieler/innen ans Ohr der atemlos gespannten Zuschauer/innen trug, die Choreinsätze harmonierten passgenau mit der szenischen Handlung, die Umzüge von einem Handlungsort zum anderen verliefen kurzweilig, da sie von Musik oder von den Aufführungen von Jongleuren und Hochradfahrern begleitet wurden, störender Autoverkehr wurde mit bereitgestellten Warntafeln gestoppt und selbst das Wetter hatte ein Einsehen und ließ Sonne und Wolken in geeignetem Wechsel folgen: eine wahrhaft logistische Sensation!
Die Theateraufführung ging nach dem 3. Akt in der Gerlinger Petruskirche, dem Dankgottesdienst im “Propheten” nahtlos über in das an diesem Wochenende stattfindende Gemeindefest der Petrusgemeinde. 50 Jahre nach der Stadterhebung feiert die Evangelische Petrusgemeinde Gerlingen ein Mittelalterliches Friedensfest zusammen mit der weltlichen Gemeinde und dem Gymnasium als Veranstalter des Theaterstücks. Im großen Garten auf dem Gelände der Petruskirche konnten sich daher alle Besucher/innen der Theateraufführung nach den zwei Kilometer langen Fußmärschen bei Grillwürsten, Kuchen und Getränken stärken und sich dabei von Tanzaufführungen (siehe Bild unten), mittelalterlicher Musik und der Aufführung von Jongleuren und Fakiren unterhalten lassen.
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Die nachfolgenden Bilder sollen die Atmosphäre der Aufführung am 13.6.2008 aus der Sicht des Publikums einfangen und zeigen.
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Bild oben: Prolog auf einer Obstwiese: Gerlingen im 30-jährigen Krieg. Mehrere Hundert Zuschauer/innen haben sich auf der abendlichen und sonnenbeschienen Wiese eingefunden, um dem Stück zu folgen.

Bild oben: Umzug von der Obstwiese zum Gerlinger Wengert, in dem Hans Keil die Engelsvision hat.

Bild oben: der Engel schwebt über den Reben und das Publikum staunt (Bild unten).


Bild oben: unter die Zuschauer gemischt hat sich auch der Regisseur des Stückes und lässt die Aufführung auf sich wirken.

Bild oben: ein wirklich nicht alltäglicher Theatergenuss: in der Abendsonne mitten in der Natur zu sitzen und dem Schauspiel gespannt zu folgen...

Bild oben: Hans Keil trommelt für seine Visionen und Prophezeiungen - und das ganze Gerlinger Volk folgt ihm...

Bild oben: die mittlere Ringstraße wird von Chormitgliedern gesperrt, damit die Theaterbesucher/innen gefahrlos passieren können (auf dem Weg zum 2. Akt im Innenhof der Realschule).

Bild oben: Im Hof der Realschule haben sich die Zuschauer/innen eingefunden und bis schließlich der letzte sein Ziel erreicht hat, unterhält ein Gaukler die Anwesenden. Bild unten: Alexander Bopp betreut zusammen mit dem AG-Leiter Michael Volz auch die Joungleure/innen des Gerlinger Gymnasiums. Heute spuckt er aber Feuer in einem den Schülern/innen nicht zumutbaren Maß.


Bild oben: im Hof vor der Aula (Burg Hohenneuffen): es gibt jede Menge Fotomotive...

Bild oben: jeder will genau sehen, was auf der Freiluftbühne der Außenanlagen der Aula sich ereignet.

Bild oben: ein wunderbar gewählter Bühnenort: Während Hans Keil auf der Burg Hohenneuffen (Bildmitte oben rechts) von seinen Bewachern gefoltert und von den Konsistorialen befragt und zu Geständnissen gezwungen wird, erscheint auf dem Balkon der nebenstehenden Pestalozzischule (Altbau) wieder der Engel (Bild unten).


Bild oben: Schulleiterin verursacht Verkehrsstau: Schulleiterin Brigitte Renner Dux, aktives Chormitglied und somit am Theatergeschehen unmittelbar beteiligt, stoppt in der Gerlinger Hauptstraße den Autoverkehr, bis alle Zuschauer/innen ihren Weg zur Petruskirche gefunden haben. Entsprechende Plakate informieren die geduldig wartenden Automobilisten über die Ursache der Stockung...

Bild oben: in der Evangelischen Petruskirche Gerlingen feiert die Gemeinde das Ende des dreißigjährigen Krieges und die Taufe von Hans Keils(???) Kind; für die Theaterzuschauer/innen endet hier die Inszenierung des “Propheten”.
Hans Keil hat eine Vision
12. Juni 2008, Donnerstag
Hauptprobe zum Wandeltheater “Der Prophet” der Theater-AG des Gymnasiums
Die Fotos stammen mehrheitlich von der Hauptprobe und zu einem kleinen Teil auch von der ersten Aufführung am Freitag, 13. Juni 2008
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Bild oben: 30-jähriger Krieg in Gerlingen: marodierende Soldaten überfallen Dörfer, plündern, morden und verbreiten Angst und Terror unter der ländlichen Bevölkerung; Bild unten: häufig gehören Kinder, Alte und Frauen zu den Opfern.

Ein Schuss fällt, Musik, dann schwebt eine Engelsgestalt über Gerlinger Streuobst- und Wengertgefilden. Unerhörtes tut sich in unmittelbarer Nähe des Gerlinger Schulzentrums: die Theater-AG unter Leitung von Michael Volz absolvierte heute Nachmittag zusammen mit den Chören der Schule, einer Bläsergruppe sowie Gauklern und Jongleuren der Jonglier-AG die Hauptprobe zum Theaterstück “Der Prophet”, welches am morgigen Freitag, 13.6. und am Samstag, 14.6.2008 jeweils ab 18 h aufgeführt wird. (Beginn jeweils auf der Obstwiese 250 m oberhalb des Gerlinger “Körnlesbrünnle”.
Der Leiter der Theater-AG hat sich
dieses Jahr wieder etwas Neues
vorgenommen: “Der Prophet” findet
draußen statt, als so genanntes
Wandeltheater an drei bzw. vier
verschiedenen Aufführungsorten,
zwischen denen die Akteure und die
Zuschauer/innen jeweils umziehen
müssen.
Bild rechts: Organisator, Autor, Regisseur... der “Kopf” der Theater -AG, Michael Volz, bei der Hauptprobe in den Gerlinger Weinbergen.
Beteiligt am Geschehen sind auch der
Schülerchor und der Lehrer-Elternchor
unter Leitung von Axel Jüdt,
Instrumentalisten aus dem Musikkurs
der Jahrgangsstufe 12 sowie der
CVJM-Posaunenhor Gerlingen.
Unter Leitung von Alexander Bopp (siehe Bild rechts) und Michael Volz treten zudem 40 Jongleure/innen der Jonglier-AG auf und Fakire und Feuerschlucker der “Freien Fakire Gehenbühl” auf. Die Tanzschule Haug unter Leitung von Angela Haug studierte acht Tänzerinnen ein.
Wie man sieht, handelt es sich bei dem Projekt um ein breites kulturelles Ereignis, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte...
Bild unten: der Chor (bei der Aufführung am 13.6.2008) erläutert, untermalt, kommentiert und begleitet das szenische Geschehen. Teilweise übernimmt er die Funktion der Gerlinger Öffentlichkeit mit den verbalen Reaktionen auf die aktuellen Geschehnisse.

Im Folgenden eine Zusammenfassung des Inhalts des Theaterstückes und einen kurzen Abriss über die historischen Hintergründe von Michael Volz:
Kurze Zusammenfassung:
„Der Prophet“ – ein Wandeltheater
Das auf der Basis der Dreherschen Ortschronik und anderen Quellen von Michael Volz, Max von Hülsen, Tim Schick, Frank Schneider und Tobias Willmann verfasste Stück erzählt die historischen Fakten frei interpretierend nach.
Prolog: 30jähriger Krieg
(Obstwiese etwa 250 m rechts über dem „Körnlesbrünnele“) Im Prolog wird die Gesamtsituation der Bevölkerung im Jahr 1648, am Ende des 30jährigen Krieges, dargestellt. Die Gesellschaft ist gezeichnet von Hunger, Krankheiten und Tod durch die plündernden Soldaten.
1. Akt: Engelserscheinung
(Weinberg im Gewann „Tal“, etwa 500 m oberhalb des „Körnlesbrünnele“) Hans Keil ist ein frommer und naiver Weinbauer in Gerlingen, dem von Hans Nantz, einem gewieften Buchdrucker und von seinem Freund, dem Bader Konrad Burckhardt eine Engelserscheinung vorgespielt wird. Der Engel Angelika Nantz befiehlt Hans Keil, den allgemeinen Verfall der Sitten anzuprangern sowie Tugend und Moral wieder einzufordern. Der einfache Weinbauer hat entgegen seinen eigenen Erwartungen damit einen riesigen Erfolg und fühlt sich schnell als populärer Redner, ja als PROPHET. Hat er vielleicht wirklich eine Engelsvision gehabt?
Bild unten: Hans Keil mit Tochter im Weinberg.
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Bild unten: die Verbindung zwischen Keils Frau Barbara und Matthäus Mästlin ist enger, als es Hans Keil lieb sein kann...
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Bild unten: Bader Konrad Burckhardt und Buchdrucker Hans Nantz mit “seinem Engel”, Angelika Nantz bereiten das “Blut” für die “blutenden” Reben vor, die Hans Keil von der Übernatürlichkeit der Engelserscheinung vollends überzeugen sollen.

Bild unten: die Engelserscheinung; zentrale Szene im ersten Akt des Schauspiels. Nach den historischen Belegen soll sich dieses Ereignis am 4. Februar 1648 zugetragen haben.

Bild unten: Hans Keil (mit Familie, Pfarrer Philippus Schertlin und Schulmeister Mästlin) wettert gegen die Obrigkeit und die zu hohen Steuern; beim Publikum im 17. Jahrhundert (und auch heute noch...) ein populäres Gebaren . Andererseits ermahnt er seine Zuhörerschaft auf Grund der Engelserscheinung, Buße zu tun, “von Hurerei, Hoffahrt, Entheiligung des Sonntags, Geiz und Wucher abzulassen” (Zitat aus der Homepage der Gerlinger Petrusgemeinde).

Bild unten: das Gerlinger (Theater-)Publikum jubelt bei der flammenden Rede Keils...

2. Akt: Konsistorium und Gefängnis
(Innenhof der Realschule und Platz vor der Aula der Pestalozzischule) Herzog Eberhard III. lässt Hans Keil bald festnehmen, da der PROPHET insbesondere gegen die zu hohen Steuern und gegen die korrupte Verwaltung in Württemberg wettert und dafür vom zahlreich herbeiströmenden Publikum großen Beifall erhält.
Bild unten: der Schultheiß verkündet den “Haftbefehl” des Herzogs.
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Bild unten: Hans Keil wird gefangen genommen und nach Stuttgart gebracht (bei der Theateraufführung am 13.6.2008 an der Gerlinger Realschule)

Von den hoch gebildeten Theologen aus Stuttgart wird die vermeintliche Vision Hans Keils schnell als zweitklassiges Machwerk entlarvt.
Bild unten: Hans Keil und der Gerlinger Pfarrer werden vom Konsistorialen verhört.
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Bild oben: die Konsistorialräre diskutieren über das weitere Schicksal von Hans Keil. Konsistorial van der Zelle ist dazu eigens aus Amsterdam angereist...
Der Unruhestifter wird daher im Gefängnis auf der Burg Hohenneuffen eingesperrt. Ein Fluchtversuch scheitert und Hans Keil wird gefoltert, um seine Hintermänner preiszugeben.
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Bild oben: Hans Keil (links) wird
von seinen Bewachern auf Burg
Hohenneuffen im Beisein der
kirchlichen Würdenträger gefoltert.
Glücklicherweise nimmt die Prinzessin Antonia, die Schwester des regierenden Herzogs, Einfluss auf das Verfahren: Der PROPHET entgeht der Enthauptung und wird „nur“ aus Württemberg verbannt.
Bild rechts: Prinzessin Antonia rettet Hans Keil letztlich durch Einspruch beim Herzog vor der Enthauptung.
Bild unten: von Haft und Folter gezeichnet überschreitet Hans Keil über die Landesgrenze.
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3. Akt: Dankgottesdienst
(Petruskirche) Zum Kriegsende wird in Gerlingen ein Dankgottesdienst gefeiert. Das an diesem Tag auf den Namen Michael Keil zu taufende Kind (siehe Bild unten: bei der Taufe in der Gerlinger Petruskirche) hat vermutlich als Vater den Schulmeister Matthäus Mästlin, der sich nach Keils Festnahme intensiv um dessen Frau und Familie gekümmert hat…
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Hans Nantz hat sich an der von ihm produzierten und dann teuer verkauften Keil’schen Geschichte zusammen mit dem Bader eine goldene Nase verdient, denn nur Klatsch und Tratsch, Neugier und Sensationslust halten damals wie heute die Leute in Bewegung!
Epilog: Friedensfest
(bei der Petruskirche) Im Epilog feiert das glückliche Drittel der Gerlinger Überlebenden ein großes Friedensfest – der PROPHET Hans Keil feiert zusammen mit seinem Engel im katholischen Exil.
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Bild oben: Regisseur Michael Volz berät sich mit seinem Regieassistenten über ein Detail der Inszenierung. Bild unten: als “rasender Regisseur” mobil von Handlungsort zu Handlungsort unterwegs (bei der Aufführung am 13.6.2008).

Historische Hintergründe
zum Theaterstück „Der Prophet“
Das Jahr 1648, in dem unser Theaterstück spielt, war das letzte Kriegsjahr des später so genannten „30jährigen Krieges“. Seit 1618 war Deutschland über drei Jahrzehnte hinweg Hauptschauplatz erbitterter Kämpfe geworden, die ausgingen von den sich unversöhnlich gegenüber stehenden Konfessionen, den „altgläubigen“ Katholiken und den Protestanten. Besonders die Großmächte der damaligen Zeit, Österreich -Ungarn, Frankreich, Spanien, die Niederlande, Dänemark und Schweden, hatten versucht, ihren jeweiligen politischen Einfluss auf das deutsche Reich zu vergrößern und entweder Soldaten geschickt oder aber fremde Söldner bezahlt.
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Bild oben: Angriff von Soldaten auf ein wehrloses Dorf (Theateraufführung vom 13.6.2008).
Die großen Armeen zogen eine Schneise der Verwüstung hinter sich her, da sie die Dörfer, durch die sie zogen, auch plünderten. Dabei taten sich insbesondere die Frauen und Kinder der Soldaten, der so genannte Tross, sowie die Deserteure hervor. Besonders betroffen von den Kriegshandlungen und den „verheerenden“ Verwüstungen war ein breiter Korridor von Mecklenburg über Thüringen und Sachsen bis nach Bayern und Schwaben.
Bis zur Schlacht von Nördlingen im September 1634 kam Württemberg wegen der abwartenden Haltung seiner Herzöge noch relativ glimpflich davon – die Kriegsfolgen bekam die Bevölkerung „nur“ indirekt zu spüren, nämlich durch Armut, Überteuerung und Flüchtlinge.
Danach übernahmen die kaiserlich-katholischen Truppen die Macht im Land und Hunger sowie die blanke Angst ums Überleben waren an der Tagesordnung, denn die Soldaten nahmen nicht nur alles Essbare und Wertvolle weg, sondern sie zerstörten auch Häuser, Kirchen und Felder und missbrauchten und töteten wahllos alle, Männer und Frauen, Alte und Junge. Mitten in den Kriegswirren, nämlich im Jahre 1638, floh die gesamte damalige Bevölkerung Gerlingens in die befestigte Amtsstadt Leonberg und hielt sich dort mindestens einen Sommer lang im Schutz der Stadtmauern auf.
In dieser Situation machten die Menschen auch die „untätige“ Obrigkeit für ihre Not verantwortlich. Die Herrschaften sollten doch die „gerechte Ordnung“ wieder herstellen.
Das Herzogtum Württemberg hatte nach dem 30jährigen Krieg etwa 120 000 Einwohner, davor waren es dreimal so viele. Für Gerlingen haben wir folgende Angaben: Im Jahre 1602 gab es ca. 1320 Einwohner, im Jahre 1654, also kurz nach dem Krieg, nur noch 476 Einwohner. Die Bevölkerung war um zwei Drittel dezimiert!
Mit der Verbreitung des Buchdrucks
durch Gutenberg war im 15.
Jahrhundert eine Kommunikations- und
Medienrevolution eingeleitet worden,
die im 17. Jahrhundert auch zur
Bekanntheit von Gerlingen führte. Auf
den illustrierten Flugblättern, wie denen
von Hans Keils Engelsvision, waren
meist Sensationen und Abnormitäten
beschrieben, so wie wir es heute von
reißerischen Nachrichtenblättern
kennen.
Bild rechts: der ebenso geschäftstüchtige wie gerissene Buchdrucker Hans Nantz bringt seine Presseerzeugnisse unter das sensationslüsterne Gerlinger Publikum... (Theateraufführung vom 13.6.2008)
Bücher und Flugblätter wurden also damals die Leitmedien, und es setzte sich langsam die Ansicht durch, dass das Gedruckte wahrer oder jedenfalls mehr wert als das Erzählte war. Hans Keils Botschaft wurde allerdings nicht nur in Calw, Tübingen und Ulm gedruckt, sondern vor allem auch von Volkssängern weiter verbreitet.
Medizintechnik im NWT-Unterricht
11. Juni 2008, Mittwoch
Mit modernen PC-Messwerterfassungs-Systemen EKG-Aufnahme in der Schule möglich

Bild oben: das Messequipment im Physik-Vorbereitungsraum: Armbänder (zum Fixieren der Elektroden), Elektrodengel, Elektroden mit Zuleitungen, CASSY-System und Notebook.